Gradesisch und in einer Übersetzung von Riccardo Caldura, Maria Fehringer und Peter Waterhouse. 1991 erschien im Rowohlt Verlag der vergriffene Auswahlband "Der Wind der Ewigkeit wird stärker". Er wird hier neu aufgelegt und erweitert durch die dreissig Gedichte des Zyklus "In memoria" sowie ergänzt durch zwei Aufsätze zu Biagio Marin von Pier Paolo Pasolini und Andrea Zanzotto.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 08.04.2000
`Ich sollte die Stimme meiner Insel, die Stimme Grados sein, und sonst nichts`, zitiert Andreas Puff-Trojan in seiner einfühlsamen Besprechung den hier noch einmal neu ins Deutsche übertragenen Dichter Biagio Marin (1891 - 1985). Beigegeben sind diesem Band Aufsätze von Pier Paolo Pasolini und Andrea Zanzotto, die, wie Puff-Trojan sagt, einige Schwierigkeiten mit der Anwesenheit des Göttlichen in Marins Gedichten haben. Dessen Lyrik, so schreibt er, lebe jedoch bei allem monolitihisch-ontologischen, das ihr eigen ist, vor allem aus der Spannung der Gegensätze, die sowohl in der Natur als auch im Menschen existiert, - weshalb auch bei ihm Gott immer nur denkbar sei in der Präsenz des Nichts. Puff-Trojan hebt vor allem den Übersetzer Peter Waterhouse hervor, dessen Arbeit an diesem Band (es sind mehrere Übersetzer genannt) er als "maßgeblich" bezeichnet.
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