Herausgegeben und übersetzt von Donatella Capaldi, Maria Fehringer, Ludwig Paulmichl, Peter Waterhouse. Auf CD: Autorenlesung des Gedichts von Andrea Zanzotto. "Gli sguardi i Fatti e Senhal" scheint wie ein Nachwort zu "La Belta"; dieses Langgedicht, zwischen Herbst 1968 und Sommer 1969 geschrieben und in kleiner Auflage als Privatdruck in Zanzottos Heimat Pieve di Soligo publiziert, greift die Frage der Identität, Identifizierung und eroberbaren Wahrheit auf und das Andere der Wahrheit: das Sublime, das ein Feld unbegrenzbarer Potentialität offen hält. Das Gedicht ist ein Wortwechsel - wie Andrea Zanzotto sagt «an der Grenze zwischen einem Gespräch, das einen gewissen logischen Faden hat, und dem reinen Nonsense» -, das sich zwischen neunundfünfzig Personen und einer wiederkehrenden anderen Person zuträgt; es ist etwa die Zeit des sogenannten Apollo-Programms und der Saturn 5, die Zeit der ersten touch-downs und Eroberungen des Monds (der Mondin luna).
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 16.01.2003
Felix Philipp Ingold zeigt sich in seiner Kurzkritik sowohl von den poetischen Anstrengungen des italienischen Autors, der dieses lange Gedicht aus Anlass der Mondlandung von 1968 verfasst hat, wie auch von der deutsche Übersetzung beeindruckt. Da es sich um einen "hermetischen" Text nahe am "Un-Sinn" handelt, der der wissenschaftlich-technischen Sprache der medialen "Entzauberung" des Mondes etwas entgegensetzen will, handelt es sich bei der Übersetzung um einen "Gewaltakt", räumt der Rezensent ein. Doch dass sie überhaupt "gewagt wurde", ringt Ingold Bewunderung ab. Er freut sich darüber, dass ein "produktives Wiederlesen" des Gedichts mit dieser zweisprachigen Neuausgabe möglich gemacht wurde.
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