Aus dem Norwegischen von Bernhard Strobel. Nach dem Tod des Sohnes kehrt ein Vater völlig betäubt in das Haus seiner Kindheit zurück; in einem Augenblick äußerster Verwundbarkeit wird ein Junge abgewiesen und legt sich zum Schlafen in den Schnee; ein alter Mann fühlt sich in seinem Körper und seiner Wohnung gefangen wie die surrende Fliege, die er am Fenster beobachtet. Breiteigs Erzählungen kreisen um Figuren, die vom Schmerz über den Verlust von Sprache gleichermaßen gelähmt wie getrieben sind. Dieses Unaussprechbare, das aus ihren Situationen entspringt, legt einen Schleier des Unheimlichen und Grotesken über alles.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 10.09.2013
Die Erzählungen von Bjarte Breiteig lassen Peter Urban-Halle nicht mehr los. Kammerspielartig verbreiten sie laut Rezensent durch ihre feine Nuanciertheit und die vom Autor beherrschte Kunst der Auslassung im Verein mit sprachlicher Disziplin die Atmosphäre schrecklicher Dramen. Motive verbinden die Texte, die für Urban-Halle zu einem Gewebe von hypnotischer Kraft werden. Verwandtschaften erkennt er zu Raymond Carver, Kjell Askildsen und Tor Ulven.
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