Das zweite Buch der Erinnerungen Tschertoks setzt die thematische Beschreibung der Entwicklung der sowjetischen Raketen- und Weltraumtechnik fort. Das Buch umfasst den Zeitraum von 1956 bis 1961. Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht Koroljow und dessen nächste Umgebung. Der Autor beschreibt zunächst seine Lehrjahre in der Flugzeugindustrie und setzt sich dann mit den Ereignissen des zweiten Weltkrieges auseinander. Über seinen Einsatz in Deutschland, wo er hauptsächlich bei der Erbeutung und Rekonstruktion der deutschen V-2 beschäftigt war, gelangte er in das Entwicklungszentrum der sowjetischen Raketen- und Weltraumtechnik und arbeitete bis zum Tode Koroljows als einer seiner Stellvertreter.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.07.2000
In einer ausführlichen Kritik weist Günter Paul zunächst daraufhin, dass es sich hier um den zweiten Band der Erinnerungen des Raketenbauers Boris Tschertok handelt, die sich zugleich als eine Geschichte der sowjetischen Raumfahrt lesen. Die Etappe, die der Band behandelt, erstreckt sich von den ersten Raketenflügen bis zum ersten bemannten Raumflug mit dem Kosmonauten Juri Gagarin. Paul erzählt das Buch im wesentlichen nach, schildert die Pannen und Erfolge der russischen Weltraumforschung, die seinerzeit spektakuläre Ergebnisse präsentierte und den Amerikanern zuvorkam. Er lobt das Buch dafür, dass es zahlreiche Einblicke in viele noch dunkle Abschnitte der russischen Raumfahrt-Geschichte bietet und findet es darum akzeptabel, dass der Autor in einigen Episoden ein wenig zu schönen scheint.
Norbert Gstrein: Im ersten Licht Zwei Weltkriege, ein Jahrhundert: ein eigenwilliges Leben voller Schönheit, Tragik und Widersprüche. Norbert Gstrein schenkt uns ein ganzes Menschenleben. Dabei ist jedes… Jana Hensel: Es war einmal ein Land In ihrem neuen Buch erzählt die Bestsellerautorin Jana Hensel vom Ende eines großen Traums. Denn das, was vor über 35 Jahren als Aufbruch in eine neue Ära begann, wird nun… Robert Menasse: Die Lebensentscheidung Frustriert von den Mühlen der Bürokratie, trifft Franz Fiala eine "Lebensentscheidung" und wirft seinen Job bei der Europäischen Kommission hin. Als er seine Mutter zum 89.… Judith Hermann: Ich möchte zurückgehen in der Zeit Judith Hermann folgt den Spuren ihres Großvaters, der während des Zweiten Weltkriegs für die SS im polnischen Radom stationiert war. Sie verknüpft ihr Schreiben mit seiner…