Aus dem Englischen von Birgit Herden. Monogamie ist von der Natur nicht vorgesehen. Mit einem Vorwort von Ulrich Clement. Mit dieser wissenschaftlich fundierten Erkenntnis stellen die Autoren unser Verständnis menschlicher Evolution und den angeblichen Kern unserer westlichen Gesellschaften infrage: die monogame Paarbeziehung. Die beiden Autoren untersuchen die prähistorischen Wurzeln der menschlichen Sexualität und fragen, welches Sexual- und Paarungsverhalten das natürliche ist. Die Veranlagung zur Monogamie, die Darwin und nach ihm viele Evolutionsbiologen konstatierten, ist eine krasse Fehlinterpretation. Die Autoren greifen die Wurzeln unseres Verständnisses von Ehe, Partnerschaft und Gesellschaft an und argumentieren damit gegen eine ganze Zunft, die Monogamie als genetische anthropologische Konstante betrachtet.
Stützt sich auf Forschungsergebnisse aus der Anthropologie, Primatologie, Physiologie und Vorgeschichte
Annika Glunz lauscht gespannt, was die Psychologen Christopher Ryan und Cacilda Jetha in ihrem Buch zum Thema Monogamie zu berichten haben. Indem sie zu den Wurzeln menschlicher Sexualität zurückgehen, das Verhalten der Bonobos analysieren und die Beschaffenheit der menschlichen Fortpflanzungsorgane betrachten, so referiert die Rezensentin, kommen die Autoren zu dem Schluss, dass Egoismus und Besitzansprüche in der Partnerschaft erst durch das Anwachsen der Lebensgemeinschaften entstanden sind und Gemeinsinn und Kooperation in sexuellen Fragen auch uns angemessen sind. Für Glunz eine durchaus "wegweisende" Perspektive, wenn doch die verdammte Eifersucht nicht wäre.
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