Aus dem Englischen von Konrad Dietzfelbinger. Der Menschenaffe ist unser Bruder, und er ist genauso böse wie wir. Richard Wrangham und Dale Peterson erforschen die tiefsten Ursprünge menschlicher Gewalt. Um bis an die Wurzeln zu gehen, blicken sie in eine Zeit zurück, da sich unsere Spezies noch nicht von den Menschenaffen des Regenwaldes wegentwickelt hatte: vor 5 bis 6 Millionen Jahren. Diese Affen der Urzeit waren sowohl die Vorfahren des Menschen als auch Teil einer genetischen Linie, welche heute von den vier großen Menschenaffenarten verkörpert wird: Orang Utans, Gorillas, Schimpansen und Bobobos. Die These der Autoren ist kurz und einprägsam: Menschenaffen sind ähnlich gewalttätig wie Menschen. Zweifellos lassen sich direkte Zusammenhänge herstellen zwischen Kriegsführung der Menschen und den brutalen Überfällen von Schimpansen auf ihresgleichen. An den Menschenaffen kann man beobachten, wie der Trieb zum Bösen - zu Destruktion, Foltern und Auslöschen - geartet ist, und somit herleiten, wie tief er in uns Menschen verwurzelt ist. Doch der Tenor des Buchs ist hoffnungsvoll: Wenn wir die Quelle der Gewalt erkennen, können wir sie auch beherrschen.
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