Herausgegeben von Stefanie Leuenberger, Peter von Matt und Philipp Theisohn. 2019 jährt sich die Verleihung des Nobelpreises für Literatur an den Schweizer Autor Carl Spitteler zum hundertsten Mal - Anlass, an den vielseitigen Erzähler und seine noble Gesinnung zu erinnern und sich mit seinem vielseitigen Werk zu befassen. Die Herausgeber Stefanie Leuenberger, Philipp Theisohn und Peter von Matt machen das Denken und Wirken dieses Mannes zugänglich und vergegenwärtigen ihn als streitbaren, vernunftbetonten Individualisten - Meilenstein der Schweizer Moderne von überraschender Aktualität.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 18.02.2020
Martin Ebel scheint auf einen etwas antiquierten Autor zu treffen in dem von Stefanie Leuenberger, Peter von Matt und Philipp Theisohn herausgegebenen Band. Um den Schweizer Literaturnobelpreisträger Carl Spitteler kennenzulernen, taugt das Buch mit Erzählungen, Gedichten, Aufsätzen und Reden laut Ebel aber allemal. Wie Spitteler um die innere Einheit seines Landes warb, erfährt der Leser ebenso wie er Spittelers laut Rezensent mit "polemischer Verve" gewürztes Kunstverständnis kennenlernt. Mit Spitteleser Humor hat Ebel heute so seine Schwierigkeiten, dem Roman im Band kann er indes einiges abgewinnen, wenn der Autor seiner Heimat den Prozess macht in einer "mal affektgetriebenen, mal analytischen Sprache voller Zorn und Selbstironie".
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.09.2019
Jürg Altwegg fragt sich, was der Schweizer Nobelpreisträger Carl Spitteler uns heute noch zu sagen hat. Fündig wird er mit dem Herausgeber Peter von Matt weniger bei den Gedichten, sondern bei dem Bürgertumsroman "Imago" und vor allem bei Spittelers politischer Schriften. Hier bietet der Band mit dem Essay "Unser Schweizer Standpunkt" von 1914 laut Rezensent eine "realpolitische Analyse" der Neutralität sowie mit dem Essay "Vom Volk" eine Begriffsbestimmung aus Sicht der Politik, die für Altwegg nichts von ihrer Gültigkeit verloren hat. Die Einleitungen und das Nachwort der Mitherausgeber Stefanie Leuenberger und Philipp Theisohn findet Altwegg prägnant und informativ.
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