Ein früher Roman von Max Frisch, der viele Jahre lang nicht mehr einzeln lieferbar war. Yvonne, Tochter aus gutem Haus, heiratet den Archäologen Hinkelmann. Als sie schwanger wird und er hilflos reagiert, verlässt sie ihn kurzerhand. Yvonne will in Zürich in der Schweiz unabhängig leben, gerät aber in eine schwierige Liebe zum jungen Künstler Jürg Reinhart.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 30.11.2010
Angesichts der zu erwartenden Flut an Lebensgeschichten und anderen Publikationen zum 100. Geburtstag von Max Frisch im kommenden Jahr empfiehlt Roman Bucheli uns die Lektüre eines frühen Romans des Autors. In dieser neu edierten Ausgabe des erstmals 1943 erschienenen Textes vermag der Rezensent zwar nicht die ganze Klasse des später weltbekannten Autors zu erahnen. Lohnend erscheint ihm die Lektüre dennoch. Und zwar weil vieles hier schon anklingt, was später Thema und stilistische Meisterschaft wird: Die Selbstbefragung (Wer bin ich?), das gnadenlose Fatum, die Kunst der Verknappung und der scharfen Figurenkonturierung. Nicht zuletzt zeigt dieser so düstere Text Bucheli, was für ein großer Menschenkenner Frisch gewesen ist.
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