Aus dem Italienischen von Ulrich Hausmann. Seit Jahren wird in den reichen Industrieländern über Sinn und Rechtfertigung der Jagd gestritten, bisweilen emotional auf Seiten der Gegner oder polemisch auf Seiten der Befürworter. Der Zoologe Carlo Consiglio erklärt, warum es für die Jagd nicht die geringste Rechtfertigung gibt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 29.10.2001
Die Idylle des harmlosen, Pilze sammelnden Hinterwäldlers wird bei einem Ausflug im Wald nur selten durch das Knallen eines Schusses getrübt. Der Ausflügler hört einfach nicht hin, meint Hilal Sezgin. Ein Grund mehr, um den Menschen das Bewusstsein dafür zu schärfen, was in deutschen Wäldern vor sich geht. Eine ausgezeichnete Lektüre dafür ist das Buch des Zoologen Carlo Consiglio "Vom Widersinn der Jagd", meint die Rezensentin. Ökologischen Rechtfertigungsversuchen für das Jagen wie Schädlingsbekämpfung, Schutz junger Triebe und Wiederherstellung eines Gleichgewichts zwischen den Arten, begegne der Autor nicht etwa mit moralischen, sondern mit biologisch fundierten Argumenten, die selbst für den Laien einsichtig und "umwerfend überzeugend" seien. Jagd werde dabei als eigene ökologische Gefahr bestimmt, denn in der Jagdpraxis ist alles möglich: Da wird schon mal ein Steinadler mit einer Taube verwechselt. Dass man für solche Probleme auch als Städter nicht blind sein sollte, macht einem Hilal Sezgin mit ihrer durchweg positiven Besprechung klar.
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