Aus dem Amerikanischen von Carl Weissner. Am Ende seines bewegten Lebens gibt es für Bukowski ein paar Gewissheiten: Manchmal muss der Mensch sich ins Motel flüchten, um seine gottverdammte Seele zu retten. Komische Gedanken sind wie Katerzustände - man fühlt sich besser ohne sie. Schmutzige Bademäntel sind schlecht fürs Sexleben. Einsame Herzen sind zum Kotzen. Miserable Barpianisten gehören erschossen. Das Leben ist eine Nebelwand voller Rasierklingen. Es ist okay, dem stummen Begleiter Tod ab und zu einen Drink anzubieten. Acht oder zehn Gedichte pro Nacht - das einzig Wahre.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 19.06.2008
Dieser Gedichtband aus dem Nachlass Charles Bukowskis, den sein Freund, Übersetzer und Agent Carl Weissner zusammengestellt hat, ist nicht nur eine Hommage an den 1994 gestorbenen Lyriker, sondern wird auch seine Leser beglücken, verspricht Florian Vetsch in seiner Kurzkritik. Er stellt "starke" Gedichte in Aussicht, die angesichts der Krankheit und in ihrer Nähe zum Tod, der in diesen Versen sehr präsent ist, mitunter wahre "Glanzstücke" sind, wie der Rezensent schwärmt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 29.01.2008
Rezensent Jürgen Roth, darüber kann kein Zweifel bestehen, ist ein großer Bukowski-Fan. Und was er überhaupt nicht leiden kann, ist, die Legende vom "rabiaten, kraftmeierischen Säufer und Dropout" weiterzuspinnen. Für ihn zeichnet sich Charles Bukowski durch seine "warmherzige, melancholische Grundierung" aus, durch die Verbindung von "Trauer mit präziser Beobachtung, Treue zur Wirklichkeit mit Verzweiflung". Dies findet er auch in diesem Gedichtband wieder, den Bukowskis deutscher Übersetzer Carls Weissner nach strengsten Kriterien zusammengestellt hat.
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