Aus dem Amerikanischen von Eva Zöllner. Mit Audio-CD und zahlreichen Notenbeispielen. Charles Rosen erforscht in diesem Band die musikalische Ausdruckswelt, Formen und Stile der Romantik. Gestützt auf seine Erfahrung als Interpret, analysiert Rosen Werke von Schubert, Schumann, Mendelssohn, Bellini, Liszt und Berlioz und eröffnet dabei auch einen neuen Blick auf Chopin als einen Meister der Mehrstimmigkeit und der großen Form. All das ist verflochten mit Betrachtungen zur Kunst, Literatur und Philosophie dieser Epoche, so dass die bedeutenden Figuren der romantischen Musik auch in ihrem intellektuellen und kulturellen Umfeld erscheinen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 20.01.2001
Hans Joachim Kreutzer rühmt den Autor in seiner eingehenden Besprechung des Buches als "musikalisch-literarisches Talentbündel" und die Veröffentlichung der Studie über romantische Musik als "echte verlegerische Tat". Chopin und Schumann als den "Doppelgipfel" der romantischen Musik zu bestimmen, findet der Rezensent "faszinierend", die umfassende "Bestimmung der Leitkriterien" dieser Musik preist er gar als "schlechterdings atemberaubend". Dabei ist er nicht blind für Schwächen des Buches, die hauptsächliche Beschäftigung mit Klaviermusik findet er verständlich, aber auch riskant, und das letzte Viertel des Buches erscheint ihm gar zu "locker". In den Kapiteln über Berlioz und Mendelssohn sei Rosen trotz aller bewiesenen musikalischen Differenziertheit einiges entgangen, kritisiert der Rezensent. Alles in allem jedoch ist er von dem "Reichtum dieses Riesenwerks", er kann es nicht verhehlen, völlig begeistert.
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