Aus dem Französischen von Tobias Scheffel. Keiner macht Bilderbücher wie Chen Jianghong: Ein Sohn, von seiner Mutter getrennt, gibt nicht auf, bis er sie wieder in die Arme schließen kann.Prinzessin Xian-Zi, die Tochter des Jade-Kaisers, lebt im Palast des Himmels. Wie gerne würde sie einmal die Erde besuchen. Eines Tages macht sich auf - ohne Wissen ihres Vaters. Xian-Zi verliebt sich in einen jungen Mann und bringt einen Sohn zur Welt. Voller Zorn lässt der Kaiser seine Tochter zurück in den Himmelspalast holen, ihr kleiner Sohn bleibt alleine auf der Erde zurück. Irgendwann macht er sich auf, seine Mutter zu finden. Chen Jianghong verbindet seine Geschichte mit der Legende um die Mondküchlein, die in China alljährlich im Herbst Anlass großer Familientreff en sind.
Berückend findet Rezensent Thomas Linden das neue Buch des chinesischen Illustrators Chen Jianghong, auch wenn er es nicht unbedingt zu seinen bedeutendsten Werken zählt. "Sohn des Himmels" erzählt von einem Jungen, der sich auf die abenteuerliche Suche nach seiner Mutter begibt, der himmlischen Prinzessin Xian-Zi, die von ihrem Vater, dem Jade-Kaiser, davon abgehalten wird, mit ihrer Erdenfamilie zu leben. Linden gefällt es, wie Jianghong in seinen Büchern chinesische Traditionen bewahrt, und findet auch hier meisterhafte Dramaturgie, virtuose Linienführung und versiertes Farbenspiel.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.08.2019
Fridtjof Küchemann prophezeit jungen Leserinnen eine eindrückliche Erfahrung mit dem Bilderbuch des französisch- chinesischen Künstlers Chen Jianghong. Schon die Zeichentechnik des Autors findet er zeitlos klassisch mit ihren Referenzen an den Taoismus, der großen Farbkraft und Dynamik. Dass Kinder das Buch auch ohne Kenntnis der mannigfachen Bezüge zur Mythologie, zu Himmelsherrschern und Drachenreitern, verstehen können, glaubt Küchemann fest, denn die Geschichte um einen Jungen auf der Suche nach seiner Mutter weckt vertraute Gefühle von Trennung, Ohnmacht und Entschlossenheit, meint er. Und nicht zuletzt sind es die Bilder, die strahlen und märchenhaft bewegen, verspricht Küchemann.
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