Der Soziologe Max Weber war einer der wirkungsvollsten Denker des 20. Jahrhunderts. So anerkannt sein Werk war, so umstritten blieb seine Persönlichkeit. Marianne Weber war eine wichtige Vorreiterin der bildungsbürgerlichen Frauenbewegung. Obwohl sie auf ein beachtliches eigenständiges Werk zurückblicken konnte, hat sie sich dennoch hinter der Größe des Mannes versteckt. Christa Krüger beschreibt in ihrer Biografie den Weg des Ehepaars Weber.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 09.10.2001
Dieses Buch über die Ehe von Marianne und Max Weber, die beide auf hohem moralischen Anspruch und Autonomie gegründet sehen wollten, wie die Rezensentin Barbara von Reibnitz informiert, setze sich gewissen Problemen aus. So schaffe es die Autorin nicht immer, die beiden Personen auf Distanz zu halten, und bei den Beschreibungen von Max Weber durch seine Frau wird nicht immer deutlich, inwiefern die Autorin oder die Frau von Max Weber die eigentliche Sprecherin sei, kritisiert Reibnitz. Die Autorin habe für ihr Buch unveröffentlichte Quellen genutzt und eine spannungsvolle Konstellation dargestellt, dennoch befindet Reibnitz, dass insbesondere die "psychologisierende Einfühlungsrhetorik" störend ist und dass sachlicher Gewinn nur durch "strikte Distanznahme" zu erreichen sei, wovon dieses Buch aber nicht zeuge.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 04.10.2001
Warum soll man ein Buch über Max und Marianne Weber lesen, fragt Barbara Hahn und schließt dieser Frage zehn weitere an - mögliche Antworten biete das Buch von Christa Krüger jedoch nicht, und zwar deswegen, weil die Autorin sich diese Fragen überhaupt nicht gestellt hat, ärgert sich die Rezensentin. Stattdessen erfahre man hier Altbekanntes über Max Weber, während seine Frau kaum Konturen gewinne und die Ehe als "erstaunlich langweiliges Konstrukt" präsentiert werde, schreibt Hahn. Dass Marianne Weber selbst gedacht und geschrieben und überdies ihren Mann als Autor etabliert hatte, werde hier nur angedeutet. Krügers Abhandlung, lautet das Fazit der Rezensentin, werde weder dem einen noch der anderen gerecht und auch nicht dem, was beide verbunden hat.
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