Der Kartoffel, der Bohne und dem Pilz widmet Christian Enzensberger das erste Prosagedicht dieses Bandes, und von den Pflanzen geht er direkt zur Wäschemangel, die wahrscheinlich noch nie so schön besungen wurde. In diesem heiteren Manuskript, das sich im Nachlass des Schriftstellers fand, hat dieser nicht nur in Form von Gedichten poetisch über ungewöhnliche Dinge nachgedacht, sondern auch den Prozess des Schreibens kommentiert.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 01.12.2010
Kleine, flüchtige, poetische Sätze. Jede Menge davon entdeckt Helmut Böttiger in diesem kleinen Buch des vor zwei Jahren verstorbenen Christian Enzensberger. Ob der einen Pilz sprachlich fasst und ihm so eine Aura verpasst oder ob er dem Gegacker eines Huhns nachgeht - stets steckt darin für Böttiger auch der Versuch, dem Schreibprozess auf die Spur zu kommen. Wie unter einem Vergrößerungsglas, meint Böttiger, gehe das vor sich, genau und mit einer Tendenz zum Surrealen und Absurden. Die versammelten Kurzprosastücke werden für den Rezensenten so zu einer poetischen Reise in die Poesie und in die Werkstatt des Autors.
Jana Hensel: Es war einmal ein Land In ihrem neuen Buch erzählt die Bestsellerautorin Jana Hensel vom Ende eines großen Traums. Denn das, was vor über 35 Jahren als Aufbruch in eine neue Ära begann, wird nun… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Norbert Gstrein: Im ersten Licht Zwei Weltkriege, ein Jahrhundert: ein eigenwilliges Leben voller Schönheit, Tragik und Widersprüche. Norbert Gstrein schenkt uns ein ganzes Menschenleben. Dabei ist jedes… Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte…