Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.04.2000
In diesem Buch lernt man nach Andreas Fahrmeier, dass Revolutionen nicht nur Vor-, sondern auch Nachgeschichten haben, auch wenn diese weit seltener erzählt würden. Darum findet Fahrmeir Jansens Buch so "wichtig". Eingehend erzählt der Rezensent nach, wie Jansen die Schicksale der "linken" Abgeordneten der Paulskirche von 1848 aufspürt - 91 von ihnen mussten emigrieren, zwei wurden gar hingerichtet. Manche verließen die Politik, um sich im Ausland selbständig zu machen, andere verfolgten sie weiter, mussten aber mit dem Verlust ihres Einflusses fertig werden. Insgesamt sei es das Verdienst von Jansens Arbeit, "dass sie den Rückzug der Linken aus der Politik der fünfziger und sechziger Jahre dokumentiert".
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