Warum läuft die Kirche dem Zeitgeist hinterher, statt ihm wesentliche Impulse zu vermitteln? Warum behauptet sie sich nicht lauter und deutlicher angesichts des Epochenwechsels zur Informations- und Wissensgesellschaft? Christian Nürnberger fragt nach Standort und Wirken der beiden großen Kirchen Deutschlands heute.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 17.02.2001
Lesbar und lesenswert sei dieses Buch nicht wegen seiner
Antworten, sondern um der Fragen willen, die es bohrend stelle. So
formuliert Edo Reents seinen Lektüreeindruck. Reichlich
ausgestattet mit polemischem Talent stelle der Autor die nicht
eben neue Diagnose einer allgemeinen Orientierungslosigkeit und
Glaubenskrise, allerdings "mit beachtlicher Schärfe". Besonders
reizvoll findet der Rezensent das ironische Verhältnis des Autors
zu seinem Gegenstand. Der ironische Blick auf die Welt als
Lösungsvorschlag für ein korrumpiertes Christentum, wie ihn das
Buch bereithält, interessiert Reents indes weniger, denn das wäre
ja eine Antwort.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…