In den letzten zwei Jahrzehnten hat die Digitalisierung unsere Welt revolutioniert. Und sie macht auch vor dem Staat nicht Halt. Die umfassende Transformation staatlicher Institutionen hat bereits begonnen. Die Entwicklung hin zu einem digital-technologischen Staatsapparat, der den Bürgern und Wirtschaftsakteuren dient, ist jedoch kein Selbstläufer. Christian R. Ulbrich und Bruno S. Frey setzen sich in ihrem Buch mit den Hintergründen und Auswirkungen dieser Veränderungen auseinander. Sie beleuchten die grundlegenden digitalen Dynamiken und Mechanismen. Sie zeigen auf, welche bislang kaum beachteten Risiken und Chancen sich für die Demokratie ergeben. Und sie machen Vorschläge, wie unsere zentralen demokratischen Institutionen mithilfe digitaler Technologien zukunftsfest gemacht werden können.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.05.2024
Zwei Bände, die sich mit den Risiken künstlicher Intelligenz auseinandersetzen, hat Rezensent Alexander Armbruster vor sich: Bruno Frey, Wirtschaftswissenschaftler, und Christian Ulbrich, Jurist, fragen sich, was mit unserem politischen System passiert, wenn eine KI-gesteuerte Digitalisierung mehr und mehr Raum einnimmt. Sie sehen darin etwa die Gefahr von "digitalen Autokratien", die zunehmend Kontrolle übernehmen, wenngleich sie konstatieren, dass sich Staaten nicht völlig von Algorithmen freimachen können und deshalb Kompromisse gefunden werden müssen, berichtet Armbruster. Um das zu ermöglichen, haben sie bestimmte Kriterien für das Design von Algorithmen im Blick - ein bereichernder Blick auf die Debatte um KI, befindet der Kritiker.
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