Christiane Neudecker

Die Welt wartet

Unheimliche Geschichten
Cover: Die Welt wartet
Luchterhand Literaturverlag, München 2024
ISBN 9783630877587
Gebunden, 256 Seiten, 22,00 EUR

Klappentext

Ein Gemälde, das finstere Pläne gegen seine Käuferin schmiedet. Eine Schriftstellerin, die sich in einer gleißend schönen KI-Welt wiederfindet. Und ein moderner Dorian Gray, dessen digitales Abbild zu verwesen droht. Es ist ein merkwürdiges Bild, das da jetzt von einem iPhone in der Cloud herumflimmert, ein Glitch vielleicht, denn alles, was darauf zu sehen ist, ist Helligkeit.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.12.2024

Rezensent Tilman Spreckelsen lässt sich gern ein auf Christiane Neudeckers Erzählungen. Die Texte hantieren allesamt recht geschickt mit dem Arsenal fantastischer Literatur, erklärt er, sind mitunter kreisförmig angelegt oder stellen die Deutungen des Lesers infrage. Auf Illusionsbrüche stößt der Rezensent allenthalben und wundert sich auch nicht, wenn die Autorin zu diesem Zweck nah am Klischee agiert. Das ein oder andere Vorbild (Michael Ende!) erkennt Spreckelsen in den sieben Stücken auch. Geschadet hat es den Texten nicht, findet er.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 27.11.2024

Rezensent Cornelius Wüllenkemper empfiehlt den zweiten Band von Christiane Neudeckers "Unheimlichen Geschichten", der die "schwarze Romantik" in die digitale Gegenwart transportiert. Viele Referenzen, etwa an Michael Ende, Oscar Wilde oder John Carpenter macht der Kritiker in den neun Geschichten des Bandes aus, in denen die Autorin einmal mehr Wahrnehmungs- und Wirklichkeitsebenen verwischt. Ob Neudecker vom langsamen Verfall der Zwischenmenschlichkeit während einer Pandemie oder von einem alternden Schauspieler, der sich einen Schönheitsfilter für die Realität wünscht, erzählt - stets überzeugen die Texte durch Neudeckers Gespür fürs Unheimliche, versichert der Rezensent: Und dem tut auch die mitunter etwas "grobe" Figurenzeichnung keinen Abbruch, schließt er.

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