Welche Bedeutung hat Wissen über Musik für den Konzertbesuch? Christiane Tewinkel diskutiert am Beispiel von Musikeinführungen und Programmheften der Berliner und Münchner Philharmoniker die historische Doppelfunktion des Programmhefts als Instrument einerseits zur Einladung und andererseits zur Ausgrenzung.
Sie beleuchtet die Wechselwirkungen zwischen Innovationen im Konzertwesen und in der Einführungsliteratur und zeichnet nach, über welche Personen und Netzwerke sich die institutionalisierte Musikwissenschaft mit der freien Musikpublizistik verbunden hat. So wird analysiert, wie sich Wissensformen und Wissensbestände zur Musik seit 1945 konsolidiert und verbreitet haben.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.12.2016
Laurenz Lütteken sieht Diskussionsbedarf angesichts der stiefmütterlichen Behandlung des Themas, dem Christiane Tewinkel sich hier dankenswerterweise annimmt, wie er findet. Das Wie, nicht das Was der Programmhefte und Musikführer, wie Lütteken schreibt, behandelt die Autorin und erzählt vom Verstehen von Musik durch den gebildeten Hörer und seinem Wandel. Für den Rezensenten eine Verlustgeschichte, informativ und angesichts der jungfräulichen Materialfülle notwendigerweise subjektiv in der Auswahl und Beschränkung auf Berlin und München bis 1945, so Lütteken.
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