Christine Grän

Hurenkind

Roman
Cover: Hurenkind
C. Bertelsmann Verlag, München 2001
ISBN 9783570003930
Gebunden, 256 Seiten, 21,47 EUR

Klappentext

Marie ist auf dem Weg nach oben. Moralische Skrupel kennt sie nicht. Doch dann verliebt sie sich in Leon, nach den Massstäben einer materialistischen Welt ein Verlierer. Für diesen Fehler muss sie bezahlen.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 28.06.2001

Nach den ersten Seiten der Lektüre hat Hans Christian Kosler befürchtet, die in München lebende ehemalige Klatschkolumnistin Christine Grän habe ein Buch geschrieben, wie sie zu hunderten Jahr für Jahr von frustrierten Frauen verschlungen würden. Aber der Rezensent ist angenehm überrascht. Nicht nur über den ungewöhnlichen Verlauf - die skrupellose aufstiegshungrige Journalistin Marie wird mit ihren eigenen Waffen geschlagen und erleidet am Ende Liebes- und Karriereverlust - sondern auch über den "dicht gewirkten" Teppich, in den die Autorin vielfältige Frauen- und Männermuster gewirkt habe. Das Buch sei intelligent und in einer konzentrierten und schnörkellosen Sprache geschrieben. Es befriedige zwar vordergründig das Bedürfnis nach Unterhaltung, unterlaufe aber zugleich gängige Erwartungshaltungen, lobt Kosler.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.04.2001

Ein Roman aus dem Stoff der Soaps, findet Rezensentin Alexandra M. Kedves, und lässt wissen, dass Autorin Grän auch die Erfinderin der ermittelnden Fernseh-Enthüllungsjournalistin Anna Marx ist. Ein Roman, seufzt sie ein bisschen genervt, der sich wie "Lebensberaterprosa" liest. Und wenn man der Rezensentin dann durch die kurze Inhaltsangabe gefolgt ist, dann ahnt man auch, dass sie noch recht zurückhaltend war mit ihrem Urteil, Madame Grän fürchte "kein Klischee". Denn Plot und Figuren klingen wirklich nach RTL Zwei.
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