Nicht nur Deutschlands Kleinaktionäre erleben angesichts der Bilanzskandale und Unternehmenspleiten den Schrecken ohne Ende. Auch Betriebsräte und Mitarbeiter sind misstrauisch geworden, ob die wirtschaftliche Lage ihrer Firma wirklich so rosig aussieht, wie es die Bilanz glauben machen will: Vorstände verschleiern den wahren Unternehmenswert und neue Bilanzierungsregeln vergrößern das Chaos. Christof Schürmann erklärt, was man wissen muss, um eine Bilanz lesen und durchschauen zu können: Er führt ein in die Grundregeln der Bilanzierung und beleuchtet die verschiedenen Bilanzregelwerke. Anhand der Geschäftsberichte vieler großer Unternehmen entschlüsselt er schließlich, wie und warum getrickst und frisiert wird...
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 09.08.2003
Recht nützlich findet der mit "ai" zeichnende Rezensent Christoph Schürmanns "Die Bilanztrickser". Anders als der Titel suggeriert, geht es Schürmann nach Auskunft des Rezensenten allerdings nicht darum, kriminelle Machenschaften von Unternehmen zu entlarven, sondern darum, gängige Bilanzierungsmethoden, mit denen Anleger völlig legal getäuscht werden können, darzustellen. Wie der Rezensent ausführt, gibt Schürmann im ersten Teil des Buches eine Einführung in die bei einem Jahresabschluss zur Anwendung gelangenden Bilanzierungsregeln, wobei er einer Reihe von Innovationen, etwa den neuen US-GAAP-Regeln zur Abschreibung von Goodwill, besondere Aufmerksamkeit schenkt. Im zweiten Teil zeige Schürmann anhand einer Fülle von Fällen aus der europäischen und amerikanischen Bilanzierungspraxis, wie die "Tricks" im Einzelnen funktionieren. Zur Freude des Rezensenten ist das Buch auch für Laien "gut verständlich". Die Sprache des Autors findet er zwar etwas "flapsig". Doch wer sich daran nicht störe, resümiert er, "wird das Buch, in dem das kreative Zahlenbiegen unterhaltsam dargestellt wird, mit Gewinn lesen".
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