Insel Verlag, Berlin 2026
ISBN
9783458645849 Gebunden, 166 Seiten, 20,00
EUR
Klappentext
Aufzuwachen heißt, Tag für Tag aufs Neue zu einem Teil der Welt zu werden. Manchmal sind diese frühen Momente magisch und still und fast noch wie ein Traum. Oft aber schreckt man gestresst auf. Und die Influencer der Gegenwart empfehlen Morgenrituale zur Selbstoptimierung. Dieses Buch zeigt jedoch, dass das kein neues Phänomen ist. Schon in mittelalterlichen Klöstern wurde das Erwachen beobachtet, bewertet und effizienter gemacht.In den Tag erzählt von Intimität und Gesellschaft: im Bett, im Bad und beim Frühstück, wenn der Mensch noch nicht ganz wach ist und doch schon im Tag. Wir begleiten das Dienstmädchen des 19. Jahrhunderts bei seinen zahllosen morgendlichen Aufgaben. Wir treffen eine Pariser Künstlerin, die das zu früh zu muntere Kleinkind malt. Und wir erleben einen Beatle, der aus dem Bett steigt und gleich zum Klavier geht: mit einem Welthit im Kopf. Die früh aufstehende Person, so die Botschaft dieses Buchs, hat Zeit für Kreativität. Sie könnte aber auch noch ein bisschen schlafen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.03.2026
Rezensentin Maria Wiesner empfiehlt Influencern und deren Followern Christoph Ribbats Buch rund um den Schlaf. Nicht systematisch, sondern anekdotisch nähert sich Ribbat laut Wiesner seinem Thema und reiht munter Geschichten über den Frühaufsteher Benjamin Franklin und den Melodienträumer Paul McCartney aneinander. Auch wenn Wiesner keine historisch-soziologische Studie erhält - wie Schlaf und Moderne zusammenhängen, erschließt sich ihr beim Lesen dennoch, und dass Selbstoptimierung bereits im Schlaf beginnt, weiß sie spätestens nach dieser Lektüre auch.
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