Christoph Seidler

Arktisches Monopoly

Der Kampf um die Rohstoffe der Polarregion - Ein Spiegel-Buch
Cover: Arktisches Monopoly
Deutsche Verlags-Anstalt (DVA), München 2009
ISBN 9783421044150
Gebunden, 288 Seiten, 19,95 EUR

Klappentext

Knapp ein Viertel aller Öl- und Gasreserven der Welt wird in der Arktis vermutet. Bisher waren die Lagerstätten unter einer dicken Eisdecke verborgen, doch schmilzt diese in atemberaubendem Tempo. Schon in wenigen Jahren wird der Arktische Ozean im Sommer eisfrei sein. Eine russische Tauchfahrt im Sommer 2007, bei der am Nordpol eine Fahne im Meeresgrund verankert wurde, war der Startschuss für den Wettkampf um das Nordpolarmeer und seine Schätze. Russland, Kanada, Dänemark, Norwegen und die USA melden Gebietsansprüche an; aggressiv versuchen sie, die Hoheit über die Region für sich zu reklamieren. Politiker warnen bereits vor einem "Kalten Krieg in der Arktis". Streit gibt es aber auch um die Frage, was dort eigentlich zu holen ist: Während Politik und Wirtschaft auf große Ölvorkommen hoffen, sind einige Wissenschaftler skeptisch. Kaum abzuschätzen sind zudem die Folgen einer intensiven wirtschaftlichen Nutzung des empfindlichen Ökosystems.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.11.2010

Lobend äußert sich Rezensent Sebastian Balzter über Christoph Seidlers Buch "Arktisches Monopoly". Er attestiert dem Wissenschaftsjournalisten, das wirtschaftliche Potenzial der an Bodenschätzen reichen Polarregion und die sich daran anknüpfenden politischen Konfliktlinien überaus profund zu erläutern. Besonders schätzt er, dass sich der Autor nicht von der Goldgräber-Stimmung in der Arktis hat anstecken lassen. Vielmehr beurteile Seidler sachlich und abwägend Vor- und Nachteile der geplanten Ausbeutung der Bodenschätze und analysiere die Interessen der Kontrahenten. Das Fazit des Rezensenten:die bislang "umfassendste Einführung zum Thema".

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 16.05.2009

Thomas Speckmann schätzt Christoph Seidlers Buch über die Jagd auf die Rohstoffe in der Arktis. Erfreulich scheint ihm, dass der "etwas reißerisch geratene" Titel nicht den Stil des Buchs widerspiegelt. Im Gegenteil: die Studie zeichnet sich für ihn durch ihre Nüchternheit und Sachlichkeit aus. Im Mittelpunkt steht für ihn die Frage, welche Staaten das Rennen um die Ausbeutung der gewaltigen Ressourcen in der Arktis machen werden. Die Analysen des Autors zu diesem Problemkomplex findet er erhellend und überzeugend. Momentan sehe Seidler Russland in der Pole-Position. Speckmann unterstreicht Seidlers Skepsis im Blick auf die Frage, ob der Kampf um die Rohstoffe friedlich bleiben wird - eine Einschätzung, mit der der Autor nicht allein dasteht.

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