Line Nagell Ylvisaker

Meine Welt schmilzt

Wie das Klima mein Dorf verwandelt
Cover: Meine Welt schmilzt
Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2021
ISBN 9783455011258
Gebunden, 192 Seiten, 22,00 EUR

Klappentext

Line Nagell Ylvisåker lebt mit ihrer Familie in Spitzbergen, das vom Klimawandel massiv betroffen ist. Bis 2100 wird hier die Temperatur um acht Grad gestiegen sein. Ein alarmierender Bericht aus einem kleinen Dorf, vom Leben mit Lawinen, Erdrutschen und hungernden Eisbären. Longyearbyen ist ein Paradox: Der Ort existiert nur wegen des Kohleabbaus, und Kohle verursacht den Klimawandel, unter dem die Menschen in Spitzbergen leiden. Ylvisåker hat sich als Journalistin mit ihrem Mann und ihren Kindern eine Existenz am Polarkreis aufgebaut, jetzt muss sie voller Angst beobachten, wie ihr Dorf zu einem immer unwirtlicheren Ort wird. Als eine Lawine mehrere Häuser verschüttet und Menschen sterben, beginnt Ylvisåker die Ursachen und Folgen der Erwärmung der Arktis zu ergründen. Sie spricht mit Meteorologen, Klimaforschern, erfahrenen Trappern, begegnet hungrigen Eisbären und misst die steigenden Wassertemperaturen des Polarmeers. Ein alarmierender Bericht und eine Warnung: Wenn wir jetzt nicht handeln, wird auch unser Leben durch den Klimawandel radikal beeinträchtigt werden.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.03.2021

Rezensent Matthias Hannemann weiß nicht, ob er weinen soll angesichts des Erfahrungsberichts der auf Spitzbergen lebenden Line Nagell Ylvisaker oder sich sehnen nach diesem Ort, dessen ewiges Eis langsam schmilzt. Die Folgen des Klimawandels werden ihm jedenfalls plastisch vor Augen geführt mit diesem Buch und den darin versammelten Erlebnissen, Zahlen und Berichten der Journalistin und anderer Bewohner und Besucher von Longyearbyen: Meteorologen, Mikrobiologen und Eisbärenforscher. Die Kürze der Kapitel verdrießt Hannemann etwas, der Reportagestil hingegen gefällt ihm gut.
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