Das "ewige Eis" am Nordpol schmilzt und arktische Räume werden immer leichter und länger zugänglich. Auf dem Land können die reichen Bodenschätze einfacher abgebaut werden und der Schiffsverkehr im Nordpolarmeer nimmt zu. Die Arktis verliert dabei zunehmend ihren Ausnahmecharakter als Ort der friedlichen Kooperation. Der Klimawandel macht sie zum Objekt widerstreitender Interessen und Machtkonflikte. Es ist dünnes Eis, auf dem sich die Großmächte USA, China und Russland bewegen und um die Vorherrschaft in der Arktis streiten. Sind wir schon in einem neuen Kalten Krieg? Dieses Buch will den vielfältigen Wandel in der Arktis erklären, Konflikte problematisieren und Wege zu Dialog und Kooperation aufzeigen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 04.07.2022
Ausgesprochen informativ findet Rezensent Nicolas Freund diesen Band, in dem der Politikwissenschaftler Michael Paul die Arktis als Schauplatz künftiger Konflikte aufreißt: Der Klimawandel eröffnet neue Seewege nicht nur für Containerflotten, sondern auch für Atom-U-Boote, die Ausbeutung arktischer Bodenschätze wird rentabel, Russland beansprucht immer weitere Gebiete als Wirtschaftszone und selbst China mischt mit, indem es sich zu einem "artiksnahen" Land erklärt. Das ergibt Sprengstoff, weiß Freund und empfiehlt diesen fundierten und klar strukturierten Band als neues Standardwerk.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.06.2022
Rezensent Ralph Rotte begrüßt Michael Pauls intensiven Blick auf eine eher wenig beachtete Region machtpolitischen Interesses zwischen den USA, Russland und China. Pauls Darstellung der Arktis und ihrer ökonomischen und politisch-strategischen Bedeutung scheint Rotte höchst aktuell und wichtig, auch wenn sich laut Autor in naher Zukunft kein dramatischer Arktis-Konflikt entspinnen dürfte. Das Buch eignet sich für Fachleute wie für Laien, findet Rotte, da Paul Zusammenhänge eingängig und rational analytisch zu vermitteln weiß. Für besonders spannend hält Rotte Pauls Exkurs zu Grönlands Unabhängigkeitsbestrebungen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 07.06.2022
Rezensent Thomas Speckmann macht sich mit Michael Paul und seinem Buch die neue Bedeutung der Arktis für das Machtgerangel zwischen den USA und Russland bzw. China bewusst. Unter anderem erklärt ihm der Autor, inwieweit der Klimawandel der Rivalität am Pol in die Karten spielt und welche ökonomischen und militärischen Interessen die Großmächte dort jeweils verfolgen. Ob als Machtkampfarena, Ressourcenbasis oder Welthandelstor - der Nordpol wird weiter von sich reden machen, ahnt Speckmann.
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