Klappentext
Aus dem Englischen von Tobias Gabel und Martin Richter. Der Geheimdienstoffizier hinter dem Trump-Russland-Dossier erzählt seine Geschichte und liefert einen alarmierenden Bericht über die Bedrohung der Demokratie durch Putin und Trump, der auf besorgniserregenden Geheimdienstinformationen beruht, die in diesem Buch zum ersten Mal veröffentlicht werden. Christopher Steele ist Augenzeuge der modernen russischen Geschichte gewesen. Er war als britischer Diplomat und Geheimdienstmitarbeiter in Moskau, als die Sowjetunion zusammenbrach. Steele war vor Ort, als der Putsch gegen Michail Gorbatschow stattfand und Boris Jelzin die Macht im neuen unabhängigen Russland übernahm. Nach dem Amtsantritt Wladimir Putins stieg Steele zu einem der führenden Russland-Experten der britischen Regierung auf und spielte eine zentrale Rolle bei den Ermittlungen zum vom Kreml angeordneten Mord an Alexander Litwinenko. Dann, im Jahr 2016, schrieb er eine Reihe von brisanten Berichten über den damaligen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump und seine Verbindungen zu Russland. Dieses nachrichtendienstliche Material, das heute unter dem Namen "Steele Dossier" oder auch "Trump-Russland-Dossier" bekannt ist, lenkte die Aufmerksamkeit der Welt auf die Beziehungen zwischen Russland und Trump - und Steele wurde gegen seinen Willen zum Auslöser eines globalen Medientsunamis. Seit der Wahl Trumps hat er seine Arbeit im Stillen fortgesetzt. Steele hatte nun sogar noch besseren Zugang zu Informationsquellen und Geheimdienstinformationen über Russland, die ihm einen privilegierten Einblick in die Vorgänge im Kreml verschafften, und zeigen, wie sehr wir im Westen uns darüber Sorgen machen sollten. In seinem Buch teilt Steele zum ersten Mal mit, wie diese Innensicht aussieht, wie er zu einem solchen Einblick gekommen ist und was westliche Regierungen - und wir alle - tun können und sollten, um dieser Jahrhundertbedrohung zu begegnen.
BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (
Info)
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk, 04.11.2024
Ein wichtiges Buch legt Christopher Steele hier vor, so Rezensent Marcus Pindur. Der ehemalige britische Geheimdienstler, der inzwischen eine private Nachrichtendienstagentur leitet, wurde, rekonstruiert Pindur, als Autor des sogenannten Steele-Dossiers bekannt, das über Donald Trumps Verbindungen nach Russland berichtete, und legt nun die zugehörigen sowie weiterführenden Recherchen offen. Steele möchte auf die Gefahr durch autokratische Regimes hinweisen, lernen wir, er fasst außerdem Trumps Russland-Kontakte zusammen, was in der Vermutung mündet, dass Putin über belastendes Material zu Trump verfügt. Hundertprozentige Sicherheit, stellt Pindur mit Steele klar, kann es in solchen Fragen nicht geben, aber das Gesamtbild ist recht eindeutig. Gut gefällt Pindur vor allem, wie Steele die gnadenlosen Methoden des russischen Geheimdienstes offenlegt, etwa was Manipulationen auf sozialen Medien angeht. Manchmal sind die Sätze, die Steele schreibt, etwas arg lang, aber das ist auch schon alles, was der Rezensent an dieser sehr informativen, alarmierenden Veröffentlichung auszusetzen hat.