Rolf Vollmann zeigt sich ergriffen: Am liebsten würde er das Erstlingswerk von Clarice Lispector (1925-1977), die es mit nur 19 Jahren schrieb, verschenken. Der autobiografisch geprägte Roman rekapituliert aus der Sicht einer mittelmäßig glücklich verheirateten jungen Frau die eigenen schwierigen Kindheits- und Jugendjahre in Brasilien. Dabei überschneiden sich Erinnerung und Gegenwart, geraten miteinander in Konflikt und nähren die unstillbare Sehnsucht der Erzählerin "nahe dem wilden Herzen des Lebens" zu sein, wie es im titelgebenden Joyce-Zitat heisst. Ein Buch, das zur "Freiheit entführe" und den Rezensenten in seiner schwebenden und dringlichen Haltung zur Wahrheit und zum Geheimnis in manchem an Undine Gruenter erinnert hat.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…