Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.04.2000
Richard Kämmerlings lobt in seiner Besprechung die "Griffigkeit", mit der Benthien die "handfeste Natur ihres Gegenstandes" behandelt. Zwar macht er einen gewissen "theoretischen Eklektizismus" aus, aber den kennzeichnet auch seine Kritik. Kämmerlings springt von Kafkas Erzählung "Die Strafkolonie" zum französischen Analytiker Didier Anzieu, hüpft zurück in die Frühe Neuzeit - damals hielt man Haut für etwas durchlässiges - dann geht es mitten ins 18. Jahrhundert, wo man die Haut mit viel Schminke in eine undurchdringliche Maske verwandelte und schließlich landen wir mit Kämmerlings bei Balzac, der bereits eine "ausdifferenzierte `Semiotik der Oberfläche`" betrieben habe. Immerhin: Kämmerlings scheint durch den Text sichtlich angeregt, wenn sich auch nicht unmittelbar mitteilt, warum.
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