Wie viel Wirklichkeit wollen wir?Virtuelle Realität zwischen Utopie und Weltflucht Unser Zugang zur Wirklichkeit wird zunehmend durch Computer geprägt. Denn mit Hilfe von Computersimulationen lässt sich virtuelle Realität (VR) erzeugen. VR hilft in der Forschung, das Wissen zu erweitern. Sie wird in der Ausbildung eingesetzt, um medizinische Eingriffe oder das Lenken eines Flugzeugs zu üben. Schließlich verschafft sie uns in Spielen Erlebnisse, die in der bekannten Realität kaum zu haben sind. Letztlich können wir aber nur dann von VR profitieren, wenn wir wirklich verstehen, was sie ist und wie sie entsteht. Und wir müssen uns ebenso darüber klarwerden, ob der Aufenthalt in ihr unser Leben wirklich besser macht. Denn von virtuellem Brot allein können wir nicht leben. Müssen wir also auch der Original Reality (OR) treu bleiben?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.03.2024
Rezensentin Manuela Lenzen lässt sich vom Wissenschaftsphilosophen Claus Beisbart die Entstehungsgeschichte der virtuellen Realität samt ihres technischen Hintergrundes erzählen, um sodann vom Autor in die Philosophie der Simulation und virtueller Räume eingeführt zu werden. Wie wirklich ist VR? Moralische Fragen diskutiert Beisbart laut Lenzen selbstverständlich auch. Und er wirft einen intensiven Blick auf die Welt der VR-Spiele. Dass der Autor ohne Spielverderber-Pose dennoch mit einem Plädoyer für die reale Welt schließt, scheint Lenzen zuzusagen.
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