Anatomie der Subjektivität

Bewusstsein, Selbstbewusstsein und Selbstgefühl
Cover: Anatomie der Subjektivität
Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2005
ISBN 9783518293355
Kartoniert, 496 Seiten, 16,00 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Thomas Grundmann, Frank Hofmann, Catrin Misselhorn und anderen. Subjektivität ist nach wie vor eines der umstrittensten Themen der gegenwärtigen Philosophie. Unter dem Einfluß der analytischen Philosophie sind viele derjenigen Einsichten der traditionellen Bewusstseinsphilosophie wieder zu Ehren gekommen, die durch die modische These vom "Tod des Subjekts" eine Zeitlang in der kontinentalen Philosophie ins Zwielicht geraten waren. Der Band versucht, der ganzen Komplexität des Phänomens der Subjektivität Ausdruck zu verleihen, indem er einen Dialog zwischen den Vertretern der traditionellen und der neuen analytischen Philosophie der Subjektivität anregt. Er enthält bislang unveröffentlichte Beiträge von Karl Ameriks, Ned Block, Konrad Cramer, Peter Dews, Thomas Grundmann, Dieter Henrich, Frank Hofmann, Tomis Kapitan, Catrin Misselhorn, Georg Mohr, Gianfranco Soldati, Jürgen Pafel, Birgit Rehme-Iffert, Sydney Shoemaker, Gerhard Seel, Ernst Tugendhat, Michael Tye und Violetta Waibel.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 02.11.2005

Der Sammelband sei eine Festschrift zum sechzigsten Geburtstag des Tübinger Philosophen Manfred Frank, erläutert Rezensentin Käthe Trettin, der in seinem Werk die deutsche idealistische Tradition der Philosophie mit "analytischen Methoden" zu verbinden suche. Entsprechend seien nicht nur "kontinentale" Gratulanten mit Beiträgen vertreten, sondern auch amerikanische und englische Vertreter analytischer Provenienz. Für eine deutsche Festschrift, stellt die Rezensentin gleich zu Beginn fest, enthalte der Band vergleichsweise viele gehaltvolle Beiträge, die auch über den Geburtstag hinaus für die Fachwelt von Interesse seien. Insbesondere die Beiträge der beiden Herausgeber werden von Trettin hervorgehoben, zum einen Thomas Grundmanns "luzide und kritische Rekonstruktion von Descartes? Cogito-Argument", und zum anderen Frank Hoffmann mit der epistemologischen Frage nach der "Rolle des Bewusstseins für die introspektive Selbstkenntnis". Als "kleine Pointe" serviert Trettin zuletzt noch die hohe Wertschätzung von Fichte, Schelling, Schleiermacher ("nicht zu vergessen Beethoven!") in Sachen Bewusstsein und Selbstbewusstsein ausgerechnet bei den englischen "(post)-analytischen" Philosophen Peter Dews und Andrew Bowie. Hier werde Manfred Frank gewissermaßen auf seinem eigenen Felde überboten.

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