Das Phänomenale Bewußtsein ist seit Jahren Gegenstand von zentralen Auseinandersetzungen in der Philosophie des Geistes: Ist es möglich, die konkreten Qualitäten z. B. von Schmerzzuständen oder Farbempfindungen naturwissenschaftlich adäquat zu erklären, oder wird hier auf Dauer eine "Erklärungslücke" bleiben? Besonders gute Voraussetzungen für eine Lösung dieses Problems scheint die Identitätstheorie zu bieten, die nicht zuletzt aus diesem Grunde neuerdings wieder an Bedeutung gewonnen hat. Die vorliegende Sammlung gibt zunächst anhand mittlerweile klassischer Aufsätze von U. T. Place, Kripke und Levine einen kurzen Überblick über die Vorgeschichte der gegenwärtigen Auseinandersetzung. Der Hauptteil enthält dann aktuelle Originalbeiträge, die dem Leser einen umfassenden Überblick vermitteln über den aktuellen Stand der Diskussion zu Problemen von Identität und Phänomenalem Bewusstsein.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.10.2002
Die heute (wieder) gängige Theorie des Zusammenhangs von Leib und Seele unterstellt beider Identität. Bewusstsein und Vorgänge im Gehirn sind, so die Annahme, ein und dasselbe, nur aus verschiedener Perspektive. Der Unterschied freilich, die "Erklärungslücke", die sich an der Frage nach dem genauen Zusammenhang auftut, ist bis heute - das zeigt, wie die Rezensentin Manuela Lenzen feststellt, dieser Band - keineswegs beseitigt. Die hier versammelten Denker stellen einerseits vielerlei Gedankenexperimente an und probieren Denkbarkeiten aus - andere jedoch fragen sich, ob es überhaupt sinnvoll sein kann, nach Erklärungen zu verlangen. Lenzen lobt den Band als "vielseitig" und lobt besonders den letzten Beitrag als "spannend", der die Evidenz der zum Vergleich herangezogenen Beispiele aus den Naturwissenschaften in Frage stellt.
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