Herausgegeben von Florian Hufnagl, Die Neue Sammlung - The International Design Museum Munich. Mit einem Beitrag von Ulrich Schneider. Texte in Deutsch und Englisch. 162 Duoton-Abbildungen. er 1946 geborene Claus Bury ist einer der wichtigsten Vertreter der architektonischen Skulptur. Seine formenreduzierten, oft begehbaren Großskuplturen erweitern die Wahrnehmung von Raum und Zeit. Mit Skizzen, Zeichnungen und maßstabsgerechten Modellen entwickelt Bury seine Skulpturen für den urbanen und landschaftlichen Raum. Anders als die mit der Landschaft geschaffenen Skulpturen der "Land-Art", stehen die Werke Burys im wirkungsvollen Kontrast zum Umraum. Sie bewirken durch ihre spezifische und vielseitig "geöffnete" Gestalt eine räumliche und optische Durchdringung von Architektur und Umraum und damit einen Bezug zur Topografie und Geschichtlichkeit der Umgebung. Nicht nur durch die Betrachtung, sondern vor allem auch durch die körperliche "Erwanderung" der Skulpturen eröffnen sich dem Betrachter unmittelbare Möglichkeiten, Raum und Zeit zu erfahren. Parallel zu den Skulpturen entstehen seit zwanzig Jahren Architekturfotografien mit der handlichen Minox-Kamera. Während zahlreicher Reisen durch Europa, den USA oder Ägypten ließ sich Claus Bury von den unterschiedlichsten Urformen der Architektur wie Tempelbauten, Pyramiden, Brücken oder kunstvoll aufgeschichteten Heuhaufen inspirieren. Das beiliegende Buch dokumentiert mit zahlreichen Abbildungen das fotografische und skulpturale Werk Burys und gibt Einblicke in Konzeption und Arbeitsweise des Künstlers.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.12.2012
Rezensent Freddy Langer schätzt den Goldschmied, Architekten und Bildhauer Claus Bury insbesondere für seine nach der Fibonacci-Formel entworfenen, verschachtelten Stufenpyramiden, die ihm in Deutschland überall im öffentlichen Raum begegnen. Dank des gerade erschienenen, Fotobandes "Bauernarchitekturen" kann sich der Kritiker nun auch von dem fotografischen Talent des Künstlers überzeugen. Fasziniert betrachtet Langer diesen "Katalog der Formen", in dem Bury nun mehr als hundert seiner Fotografien von Strohstapelungen aus der Vorratswirtschaft versammelt hat. Beim Anblick der Bilder, die nicht nur Burys dokumentarischen Blick, sondern auch seine Hochachtung vor der Arbeit der Bauern erkennen lassen, entdeckt der Rezensent eine an Burys Skulpturen angelehnte Formenvielfalt, die ihn etwa an Maya-Tempel in Mexiko, Installationen von Richard Serra oder Darstellungen von romantischen Burgruinen erinnern. Begeistert hat der Kritiker auch das Vorwort gelesen, das mit Bildern der Heuhaufen von Monet oder der Ernteszenen von Brueghel interessante Querverbindungen herstellt. Ein hinreißender Fotoband, lobt der verzauberte Rezensent, der beim Betrachten der gewaltigen und "dramatischen" Stapel auch einen "Hauch von Melancholie" zu erkennen glaubt.
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