20 Jahre hat der Autor in den Sammlungen und Museen der Welt die Farbigkeit der Skulpturen der archaischen Zeit und der frühen Klassik unter Zuhilfenahme naturwissenschaftlicher Methoden untersucht. Die unerwartete Fülle neuer Beobachtungen, die hier zum ersten Mal vorgestellt wird, liefert Erkenntnisse bezüglich der ästhetischen Erscheinung, aber auch der Bedeutung antiker Plastik. Der reiche Abbildungsteil zeigt die Spuren der farbigen Fassung in Form von Streiflicht- und UV-Fluoreszenzaufnahmen. Die Dokumentation wird von Rekonstruktionen begleitet, die als Zeichnungen, Aquarelle und als neugefasste Kunstmarmorabgüsse vorliegen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.07.2004
Michael Siebler weist dem Autor Vinzenz Brinkmann eine "Schlüsselrolle" bei der Erforschung der Farbigkeit archaischer und frühklassischer Skulptur zu und preist den vorliegenden Katalog als "erhellend und faszinierend". Der Rezensent zeigt sich beeindruckt von den mit Hilfe verschiedener Untersuchungsmethoden zum Vorschein kommenden Bemalungsreste, die berühmte Skulpturen in völlig neuer Gestalt erscheinen lassen. Der reich bebilderte Band mache zudem deutlich, welche "konstitutive Rolle" die Bemalung der Skulpturen spielte, indem sie einiges ausführte, was in der Plastik nur angedeutet oder sogar ganz weggelassen wurde, so der Rezensent fasziniert. Er attestiert dem Autor, eine "tragfähige Basis" für die Erforschung und Erfassung der Polychromie in der archaischen und frühklassischen Skulptur geschaffen zu haben und er lobt, dass dieser Band der "archäologischen Hermeneutik neue Perspektiven" eröffnet.
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