In den Monaten und Jahren nach dem Ende der nationalsozialistischen Herrschaft kamen Frauen, Männer und Kinder aus dem Exil in ihre frühere Heimat zurück. Ihre Rückwege, ihre Ankunft und ihre Versuche, nach den Brüchen durch Verfolgung und Emigration neue Verbindungen und Sicherheiten zu gewinnen, sind Gegenstand dieses Buchs.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.06.2006
Überaus instruktiv findet Rudolf Morsey diese Arbeit über die Remigration von Verfolgten des NS-Regimes nach Nordrhein-Westfalen zwischen 1945 und 1955, die Cordula Lissner vorgelegt hat. Er würdigt nicht nur Lissners Vergleich der unterschiedlichen Rückwege nach Nordrhein-Westfalen, sondern vor allem ihre Untersuchung der Erfahrungen, die die Rückkehrer machen mussten. Diese waren größtenteils nicht willkommen und stießen auf Ablehnung, bei Bevölkerung ebenso wie bei staatlichen und kommunalen Ämtern. Morsey hebt die Kurzbiografien von 150 Remigranten hervor, die sich im Anhang des Buches finden. Er bescheinigt der Autorin "spürbare Anteilnahme an den von ihr untersuchten Einzelschicksalen". Zugleich überzeugt ihn das Werk durch "nüchterne Sprache", "ausgewogenes Urteil" und "die Fülle neuer Erkenntnisse". Einziger Minuspunkt ist für ihn das Fehlen eines Registers.
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