Wahlmanipulation, Erpressung, Rufmord,Handel mit Kinderpornografie: Viele traditionelleFormen der Kriminalität bedienen sichzunehmend moderner Informations- und Kommunikationstechnologien - die Digitalisierung der Kriminalität schreitet voran. Dazu kommen neue Formen der Computerkriminalität, die erst mit der jetzt erreichten Verbreitung und Nutzungvon Computern möglich sind. Das "Darknet", ein besonders gut abgeschotteter Bereich der Netzwelt, zieht dabei Kriminelle an wie Motten das Licht, da dort Verschlüsselung und Anonymisierung garantiert werden.Während diese Funktionalitäten auch von ehrlichen Whistleblowern oder Bürgerrechtsaktivisten genutzt werden können, überwiegt der Missbrauch. Cornelius Granig beleuchtet die Anfänge der kriminellen Nutzung von Rechentechnologien, erläutert spektakuläre Vorfälle aus dem deutschsprachigen Raum und spannt einen Bogen vom Missbrauch moderner Technologien durch Diktaturen bis hin zu den Angriffen von Einzeltätern aus dem Darknet. Er spricht mit Polizeibehörden über Strategien zur Bekämpfung von Computerkriminalität und zeigt, dass wir schon seit Jahrzehnten digitalen Gefahren ausgesetzt sind, deren Dimension ständig größer wird.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.10.2021
Rezensent Morton Freidel erkennt den schmalen Grat, auf dem Stefan Mey mit seinem Buch balanciert. Einerseits findet er die Kenntnis und die Nüchternheit angenehm, mit denen der Autor das Darknet und den Tor-Browser beschreibt. So kann Mey ihm überzeugend erklären, warum die US-Regierung das Tor-Projekt weiter unterstützt, obgleich sich im Darknet nachweislich vor allem Kriminelle tummeln. Andererseits schießt der Autor laut Rezensent stellenweise übers Ziel hinaus. Dann wirkt der Text auf Freidel fast wie eine Apologie des Darknet als Utopie der Freiheit.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.08.2019
Rezensent Uwe Ebbinghaus machen die wenig dezenten Servicehinweise in diesem Buch von Cornelius Granig misstrauisch. Sollte es dem Autor darum gehen, Beratung zu verkaufen? Wie auch immer, inhaltlich bietet der Band dem Rezensenten jedenfalls wenig Überzeugendes. Nicht nur, dass es kaum ums Darknet geht, sondern um allerhand Computerkriminalität, wobei der Autor es laut Ebbinghaus versäumt, begrifflich und auch sonst zu differenzieren, was zur Dämonisierung beiträgt, wie der Rezensent meint. Die lehrbuchartige Aufmachung der Texte und die vielen Redundanz erzeugenden Zitate gefallen Ebbinghaus nur mäßig. Besser kommt er mit den Interviews klar, die ihm auch Seitenblicke nach Österreich und in die Schweiz ermöglichen.
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