Aus dem Amerikanischen von Christiane Spelsberg. Blut, Schönheit, Religion, Blasphemie, Geld, Sex: In der gegenwärtigen Kunstwelt gelten viele merkwürdige, ja schockierende Dinge als Kunst, und manche dieser Urteile erscheinen Außenstehenden eher verwirrend oder ärgerlich. Cynthia Freeland erklärt, was hinter solchen Urteilen steckt, indem sie die philosophischen, religiösen, anthropologischen, medien- und kunsttheoretischen Hintergründe mit einbezieht und allgemein verständlich erläutert. Dabei kommen Klassiker wie Hume und Kant ebenso zu Wort wie neuere Positionen, etwa Arthur C. Danto und Baudrillard.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 26.11.2003
In ihrem Buch "Auch das ist Kunst" versucht Cynthia Freeland in einer auch für Einsteiger verständlichen Weise zu klären, wie sich der Begriff Kunst definieren lässt - ein Versuch, der nach Ansicht von Silke Hohmann bestens gelungen ist. Freelands Zusammenstellung verschiedener Möglichkeiten der Kunstrezeption lobt Hohmann als "fundiert". Die Autorin komme ohne "Insidertum" aus, ihre Einführung in verschiedene Richtungen der Kunstkritik (von Kant über Freud zu Arthur C. Danto und Baudrillard) sei "besonders verdienstvoll". Dabei halte Freeland ihre eigenen Urteile im Hintergrund oder kennzeichne sie deutlich. Für ihre Exkurse hole sie weit aus (Mittelalter, Ritualkunst, japanische Gärten), "um dann dicht an die Details der zeitgenössischen Kunst zu zoomen". Neben ökonomischen und sozialen Fragen erörtere Freeland auch die Frage nach der Rolle der Geschlechter in der Kunst. Gestört haben Hohmann lediglich einige schiefe Übersetzungen und orthografische Patzer sowie der Umstand, dass die Autorin in ihrer didaktischen Vorgehensweise bisweilen zu "sehr einfachen Mitteln" greift.
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