Herausgegeben von Matthias Wohlgemuth. Die Vielfalt der Interessen, die der Kunsthistoriker Franz Zelger als Museumsmann, Hochschullehrer und Publizist stets gepflegt hat, spiegelt sich nicht nur in seinen eigenen Schriften, sondern ebenso in den von ihm angeregten oder mitbetreuten Forschungs- und Ausstellungsprojekten ? und nun auch in diesem Buch: Zu seinem 60. Geburtstag widmen ihm Schüler, Freunde und Kollegen eine Sammlung von Aufsätzen über Malerei, Plastik, Architektur, Schriftkunst, Fotografie und Video.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 07.11.2001
Es handelt sich um eine Festschrift zum 60. Geburtstag des Züricher Kunsthistorikers- und kritikers (auch der NZZ), wie "rib" mitteilt, die von Kollegen und ehemaligen Schülern bestritten wird. Die insgesamt 30 Beiträge sind thematisch weit gestreut, was für "rib" nur folgerichtig ist, da auch der Geehrte ein breites Themenspektrum verfolgt und bearbeitet hat. Nicht umsonst sei schließlich das Picabia-Zitat zum Titel erkoren worden, schätzt "rib", da Zelger sich immer wieder ideologischen Festlegungen und vor allem dem rein universitär-akademischen Diskurs entzogen habe. Die Beiträge erörtern ebenso kunsttheoretische Aspekte oder greifen Fragestellungen aus Zelgers biografischen, sozialgeschichtlichen oder rezeptionsgeschichtlichen Arbeiten auf. Die Themenvielfalt korrespondiert, so "rib", mit der Fülle an Fragestellungen und der Vielzahl an Methoden, die dieses gelungene Buch auszeichne.
Judith Hermann: Ich möchte zurückgehen in der Zeit Judith Hermann folgt den Spuren ihres Großvaters, der während des Zweiten Weltkriegs für die SS im polnischen Radom stationiert war. Sie verknüpft ihr Schreiben mit seiner… Joanna Bator: Die Flucht der Bärin In einem letzten Versuch, ihre erkaltende Liebe zu retten, fliegt ein Paar nach Kreta. Als sie anderntags in der Morgensonne erwacht, ist er bereits schwimmen gegangen. Als… Robert Menasse: Die Lebensentscheidung Frustriert von den Mühlen der Bürokratie, trifft Franz Fiala eine "Lebensentscheidung" und wirft seinen Job bei der Europäischen Kommission hin. Als er seine Mutter zum 89.… Norbert Gstrein: Im ersten Licht Zwei Weltkriege, ein Jahrhundert: ein eigenwilliges Leben voller Schönheit, Tragik und Widersprüche. Norbert Gstrein schenkt uns ein ganzes Menschenleben. Dabei ist jedes…