Aus dem Amerikanischen von Friederike Meltendorf. Auf der Theaterbühne ist Nelson seiner Rolle gewachsen nicht aber im wirklichen Leben. Er ist einer derjenigen, die nach einem Krieg noch immer den Weg zurück in die Normalität suchen. Und so probt auch er seine eigene Existenz, geht im Kreis und wird dabei vom Feuer verzehrt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 21.10.2014
Daniel Alarcons neuer Roman "Des Nachts gehn wir im Kreis" ist wieder ein herausragendes Stück Literatur, schwärmt Rezensent Ralph Hammerthaler, der hier einmal mehr mit dem in Peru geborenen Autor in sein Heimatland reist. In dem äußerst geschickt aufgebauten Roman entdeckt der Kritiker die Identität des Erzählers erst spät, auf dem Weg dorthin begleitet er den jungen Nelson, der sich der Theatergruppe um Henry Nunez anschließt, die mit dem Stück "Der dumme Präsident" durch Peru reist, für das jener Nunez einst inhaftiert wurde. Die Liebe zwischen Nunez und seinem Mitinsassen Rogelio ist hier ebenso Thema wie der gewaltsame Tod des Geliebten im Krieg, von dem Nunez Rogelios demenzkranke Mutter in Kenntnis setzen muss, resümiert der Rezensent. Gebannt folgt er dieser brillanten Geschichte, die teilweise auf wahren Begebenheiten, insbesondere aber auf Alarcons weitgehenden Recherchen beruht.
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