Aus dem Französischen von Brigitte Große. Tom Elliott ist der Besitzer eines kleinen Ladens in Shellawick, einem amerikanischen Städtchen inmitten einer schwarzen Steinwüste, umgeben von endlosen Maisfeldern. Die meisten der 1.100 Einwohner arbeiten in der Popcornfabrik Buffalo Rocks, die die ganze Gegend beherrscht. In Toms Laden gibt es nur das Allernotwendigste zu kaufen, die "Trilogie des Glücks", wie er es nennt: etwas zu essen, etwas zum Waschen und etwas gegen Fliegen. Tom hat eigentlich Literatur studiert und schreibt Haikus in alte Telefonbücher. Voller Humor und Selbstironie meistert er den Alltag, nimmt seinen Kunden im alten Barbierstuhl seines Vaters gewissermaßen die Beichte ab und versucht sich an einem Roman. Als eines Tages Buffalo Rocks direkt gegenüber einen riesigen Supermarkt eröffnet, beginnt Tom zu kämpfen: für die Würde und für die Liebe. Der Roman erzählt eine moderne Aussteigergeschichte, abgedreht und unterhaltsam, bevölkert von liebenswerten, leicht durchgeknallten Charakteren. Und wie beiläufig geht es auch um Recht und Unrecht, um Reichtum und Glück, Freundschaft und Liebe.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 23.02.2018
Cornelius Wüllenkemper trifft auf eine eigenwillige Erzählstimme und mitunter ins Leere laufende Handlungsfäden in Emilie de Turckheims Roman. Hinreißend findet er, wie sich die Autorin zwischen handfester Kulturkritik und assoziativer Fantasie bewegt. Die Geschichte um eine Handvoll traumtänzerischer Figuren in einem Kaff in den Rocky Mountains, darunter Kassiererin Emily und Tom, Betreiber eines "Supermarktes namens Glück", überzeugt ihn mit einer Art bodenständigem Surrealismus, der reale Zusammenhänge in neues Licht setzt.
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