Wer war Jesus, und wenn ja, wie viele? Wie konnte ein künstlerisch begabter Hippie eine Weltreligion begründen? Was hat "Der Exorzist" mit dem "IS" zu tun? Und warum schweigt man auf den Golan-Höhen lieber, wenn man Schnurrbartträger ist? Kaum eine Weltregion übt stärkere Faszination auf die Menschen im Abendland aus, als der Orient, die Wiege der drei großen monotheistischen Weltreligionen. Doch überschatten heute Nachrichten von Krieg und Terror zu oft das reiche kulturelle Erbe, das die Region über Jahrhunderte lang zum Paradebeispiel für Vielfalt und Toleranz machte. Es ist an der Zeit, diese wenig beleuchtete Seite der faszinierenden Geschichte des Orients zu erzählen. Auf einer spannenden Entdeckungsreise zwischen Persischem Golf und Bosporus spürt Daniel Gerlach dem kulturellen Reichtum des Orients nach, dessen Erbe unsere Welt bis heute prägt, und lädt uns dazu ein, die großen Gemeinsamkeiten von Orient und Okzident wiederzuentdecken.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.01.2023
Rezensent Rainer Hermann langweilt sich nicht mit Daniel Gerlachs kulturgeschichtlicher Reise in den östlichen Mittelmeerraum. Beginnend bei den Sumerern spürt der Autor laut Hermann der Entstehung und gegenseitigen Befruchtung der Religionen nach. Fasziniert lernt Hermann, dass Elemente des Isis-Kultes im Christentum wieder auftauchen und dass die Kulturen Mesopotamiens das Judentum beeinflussten und dieses wiederum die Arabische Halbinsel mitprägte. Kurzweilig scheint ihm das Buch nicht zuletzt wegen seiner "Reportage-Elemente".
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