Aus dem Englischen von Christoph Trunk. Wer nur auf einen Schalter drücken will, der kauft sich einen Elektrogrill. Allen anderen ist klar: Feuer machen ist ein echtes Handwerk für Könner, eine hohe Kunst. Jeder Handgriff muss sitzen. Kenntnis, Geschick, das richtige Material. Hier gibt es kein Irgendwie. Jahrtausendealtes Wissen, von einer Generation zur anderen weitergegeben und weiterentwickelt. Wie hypnotisiert starren wir in das Flackern eines Feuers und spüren die Energie und die Gefahr. Feuer muss beherrscht werden. Es zieht uns magisch an. Es führt zusammen. Es kann unser Leben retten. Je dringender wir allerdings ein Feuer brauchen, desto schwerer ist es zu machen. Nirgendwo sonst rächen sich Unerfahrenheit oder Selbstzufriedenheit so bitter wie beim Feuermachen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.11.2018
Hannes Hintermeier kommt sich wie ein echter Mann vor beim Lesen von Daniel Humes Anleitung zur Rückkehr zum Authentischen, in diesem Fall zum offenen Feuer. Wie ein ordentliches Feuer ohne technische Hiflsmittel entfacht wird, erfährt er hier ebenso wie Mittel und Wege, ein Feuer zu transportieren. Als Nachschlagewerk vergessener Handgriffe rund ums Feuer scheint Hintermeier der Band unentbehrlich. Über Holzarten, Feuerformen und dergleichen mehr informiert der Autor detailliert, meint er.
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