Daniel Kehlmann

Mein Algorithmus und ich

Stuttgarter Zukunftsrede
Cover: Mein Algorithmus und ich
Klett-Cotta Verlag, Stuttgart 2021
ISBN 9783608984804
Kartoniert, 64 Seiten, 12,00 EUR

Klappentext

(Erscheinungsdatum: 20.3.21)Die Stuttgarter Zukunftsrede: Ein Besuch in der Welt, die kommt. Im Februar 2020 reiste Daniel Kehlmann von New York ins Silicon Valley, wo man ihn eingeladen hatte, gemeinsam mit einer Künstlichen Intelligenz eine Kurzgeschichte zu verfassen. In "Mein Algorithmus und ich" erzählt er von dieser Reise und von seiner experimentellen "Zusammenarbeit" mit dem Algorithmus. Es wird viel über Künstliche Intelligenz und ihre Gefahren gesprochen, aber wie fühlt es sich tatsächlich an, mit einem hochentwickelten Programm dieser Art umzugehen? Was erlebt man, und was lässt sich daraus folgern? Daniel Kehlmann berichtet von einem Besuch in der Zukunft und von dem, was danach geschah.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 20.03.2021

Rezensentin Wiebke Porombka ist enttäuscht von diesem Bändchen. Algorithmen haben keine Fantasie, kein Innenleben und sind als Schriftsteller gerade mal fünf Minuten interessant. Das hat Daniel Kehlmann im Silicon Valley gelernt. Porombka zuckt die Achseln und legt das Buch beiseite: Das wusste sie schon.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 11.02.2021

Rezensent Paul Jandl entnimmt Daniel Kehlmanns Rede über das Leben und Dichten mit Algorithmen, dass aus dem Miteinander von Dichtern aus Fleisch und Blut und der dichtenden Maschine einerseits "atmosphärische Eigenwilligkeit" entstehen kann, das dichterische Ich aus dem Silicon Valley aber andererseits Kommunikation nur simuliert und bei komplexeren literarischen Themen und Formen schnell den Faden verliert. Das von Kehlmann dokumentierte Scheitern der Kollaboration aber findet Jandl dennoch hochinteressant.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 11.02.2021

Rezensent Andrian Kreye feiert Daniel Kehlmann nicht als KI-Experten, aber als Entdecker. Kehlmanns Rede über seine literarische Kollaboration mit einem Algorithmus findet er aufschlussreich, weil Kehlmann die richtigen Fragen stellt, wie: Entwickelt KI irgendwann eigene künstlerische Formen? Auch wenn das Ergebnis der Zusammenarbeit eher bescheiden ist, wie Kreye der Rede entnimmt, und der KI-Dichter bzw. die KI-Dichterin spätestens beim Entwurf von Metaphern scheitert, wie Kehlmann erklärt, ist schon der Versuch für Kreye jedenfalls eine "großartige Idee".

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