In neuerer Zeit versuchen Politiker zunehmend, mit Mitteln des Rechts "Gerechtigkeit" zu erzeugen. Sie machen eine "soziale Schieflage" aus und fordern mehr Umverteilung. Dieses Buch nimmt die Gegenposition ein. Nicht (noch) mehr Politik ist angezeigt, sondern weniger Politik. Das Gemeinwesen steht im Dienst der Menschen - nicht umgekehrt. Nicht vermeintlich weltverbessernde Politiker sollen Entscheidungen für die Bürger treffen, sondern diese selbst. Der Autor konzipiert die Rechtsordnung als eine Infrastruktur zur Ausübung von Freiheiten. Richtschnur der Gesetzgebung sollte demnach sein, Menschen die Verwirklichung eigenverantwortlich gefasster Entschlüsse zu ermöglichen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.06.2013
Differenziert und genau findet Joachim Jahn die Art und Weise, wie der Bonner Wirtschaftsrechtler Daniel Zimmer in dieser Streitschrift zu mehr Eigenverantwortung des mündigen Bürgers aufruft. Haarsträubende Beispiele zur Glühbirnenverordnung, Bananenlänge und zu einheitlichen Versicherungstarifen liest der Rezensent beklommen und gefesselt zugleich und erkennt den Mangel an ökonomischer Vernunft und das Übermaß an Gängelung durch die EU. Dass der Band, den er auch als Einführung in die Grundlagen unserer Rechts- und Wirtschaftsordung anpreist, zur Diskussion einlädt, ist Jahn klar. Ebenso die wachsende Furcht vor PC und Gutmenschentum.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…