Eine große Wut durchzieht das Land. Denn wer tritt heute noch für Gerechtigkeit ein? Wer setzt dem außer Rand und Band geratenen Kapitalismus Grenzen? Wer tut etwas gegen Armut und Naturzerstörung? - Jutta Ditfurth rechnet ab: mit denen, die das Ideal einer humanen Gesellschaft verraten haben.
Gut streitbar findet Jörg Sundermeier die Autorin. Jutta Ditfurths etwas ungerechte Schmähung durch die Medien gibt er zu Bedenken, ehe er sich ihrer Streitschrift und einer Buchpräsentation widmet, die die Autorin als außerparlamentarische Kämpferin gegen soziale Ungerechtigkeit zeigen. Was Ditfurth zu sagen hat (zu einer erschlafften Linken, zu Afghanistan), ist dem Rezensenten allerdings hinlänglich bekannt. Und differenzierter hat er das auch schon gehört. Das eigentliche Manko des Bandes, der Autorin, besteht für Sundermeier jedoch in einem auffälligen Hang zur Popularisierung und damit Vereinfachung radikal linker Positionen. An seiner Meinung, dass sich mit Ditfurth lohnend streiten lässt, ändert das nichts.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…