In neuerer Zeit versuchen Politiker zunehmend, mit Mitteln des Rechts "Gerechtigkeit" zu erzeugen. Sie machen eine "soziale Schieflage" aus und fordern mehr Umverteilung. Dieses Buch nimmt die Gegenposition ein. Nicht (noch) mehr Politik ist angezeigt, sondern weniger Politik. Das Gemeinwesen steht im Dienst der Menschen - nicht umgekehrt. Nicht vermeintlich weltverbessernde Politiker sollen Entscheidungen für die Bürger treffen, sondern diese selbst. Der Autor konzipiert die Rechtsordnung als eine Infrastruktur zur Ausübung von Freiheiten. Richtschnur der Gesetzgebung sollte demnach sein, Menschen die Verwirklichung eigenverantwortlich gefasster Entschlüsse zu ermöglichen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.06.2013
Differenziert und genau findet Joachim Jahn die Art und Weise, wie der Bonner Wirtschaftsrechtler Daniel Zimmer in dieser Streitschrift zu mehr Eigenverantwortung des mündigen Bürgers aufruft. Haarsträubende Beispiele zur Glühbirnenverordnung, Bananenlänge und zu einheitlichen Versicherungstarifen liest der Rezensent beklommen und gefesselt zugleich und erkennt den Mangel an ökonomischer Vernunft und das Übermaß an Gängelung durch die EU. Dass der Band, den er auch als Einführung in die Grundlagen unserer Rechts- und Wirtschaftsordung anpreist, zur Diskussion einlädt, ist Jahn klar. Ebenso die wachsende Furcht vor PC und Gutmenschentum.
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