David Burke, Michael Frayn

Celias Geheimnis

Cover: Celias Geheimnis
Carl Hanser Verlag, München 2001
ISBN 9783446199071
Gebunden, 152 Seiten, 15,24 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen übersetzt von Anna Leube. Der Autor Michael Frayn hat ein erfolgreiches Theaterstück über den geheimnisvollen Besuch Werner Heisenbergs bei Niels Bohr im besetzten Kopenhagen geschrieben. Eines Tages erhält er mysteriöse Papiere zugeschickt, die angeblich aus Farm Hall stammen, dem Ort, wo die Engländer die deutschen Atomphysiker nach dem Krieg interniert hatten: Was sich anhört wie die Anleitung zum Aufstellen einer Tischtennisplatte, gibt, so mutmaßt Frayn, womöglich Hinweise auf den Bau einer Atombombe! Es beginnt ein unglaubliches Schelmenstück über die Verquickung von Fiktion und Wirklichkeit, über Täuschen und Getäuschtwerden.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 27.10.2001

Wieviel Wahrheitsgehalt auch immer diese Zusammenstellung von geheimnisvollen Papieren über britische Bestrebungen kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, deutsche Atomphysiker zur Konstruktion der Atombombe zu bewegen, auch enthalten mag, für Helmut Winter sind sie allemal eine "kurzweilige" Lektüre. Der Rezensent vermutet hinter dem Unterfangen des englischen Romanciers und Dramatikers Michael Frayn und des Schauspielers David Burke eher den geschickten Versuch, Frayns Stück "Kopenhagen", das international großen Erfolg hatte, literarisch fortzuführen. Die "launige Groteske" bietet aber, so Winter, eine "wohltuende Relativierung von Gewissheiten". Nur allzu ernst, mutmaßt der Rezensent, darf man die Publikation der geheimnisumwitterten Papiere nicht nehmen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 05.05.2001

Einer der in England so beliebten practical jokes mal hochliterarisch. Das freut den Rezensenten ungemein. Nur: Einen Witz weiterzuerzählen, ist bekanntlich schwer. Was die mysteriöse Celia mitteilt, so klärt uns Fritz Göttler auf, ist kryptisch und mysteriös und irgendwie auch der reine Blödsinn. Ach so. Aber darüber und auch über die reinigende Wirkung des Buches (der Leser, heißt es viel zu lapidar, werde sich seiner Sehnsucht nach Fiktion bewusst), hätte man doch gerne mehr erfahren. Durch eine ordentliche Investigation (kriminalistischer wie wissenschaftlicher Art), meint Göttler am Ende allen Ernstes, wäre das Buch leicht zu dechiffrieren gewesen. Das ist glatte Arbeitsverweigerung.

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