Aus dem Französischen von Christian Kolb. Im bretonischen Finistère, am wind- und wellenumtosten "Ende der Welt", gibt es eine ganz besondere Bibliothek. Sie sammelt Bücher, die nie erscheinen durften. Eines Tages entdeckt dort eine junge Pariser Lektorin ein Meisterwerk, und der Roman wird zum Bestseller. Der Autor, Henri Pick, war der Pizzabäcker des Ortes. Seine Witwe beteuert, er habe zeit seines Lebens kein einziges Buch gelesen und nie etwas anderes zu Papier gebracht als die Einkaufslisten - ob er ein geheimes Zweitleben führte? Diese verrückte Geschichte spornt viele Menschen an, selbst Neues zu wagen: Paare trennen sich, Liebende finden unerwartet zueinander, und so manche Gewissheit wird auf den Kopf gestellt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.03.2017
Rezensentin Lena Bopp fühlt sich veräppelt von David Foenkinos. Dessen neuer Roman, der auch noch mit der Frage spielt, wie man einen Bestseller schreibt, erscheint ihr wie ein schlechter Abklatsch des alten Erfolgsrezepts des Autors. Die schöne Mixtur aus Frivolem und Burleskem, Komödie und Traurigkeit, erzählt in einem heiteren Ton, wie sie Bopp aus den früheren Romanen des Autors kennt, gelingt in diesem Buch allerdings nicht, stellt die Rezensentin enttäuscht fest. Trivial findet Bopp den Text um einen postum zum megasellenden Schriftsteller avancierenden Pizzabäcker, lieblos, nachlässig geschrieben und voll von überflüssigen, nichts als Unschärfe produzierenden Gemeinplätzen, schimpft sie.
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