Aus dem Amerikanischen von Ulrich Blumenbach und Marcus Ingendaay.
Zum zehnten Todestag des amerikanischen Autors erscheinen alle Essays in einem Band. Gerade die Essays und Reportagen sind für viele Kritiker und Leser Wallace' Königsdisziplin, und in dieser nach Themen geordneten Anthologie ist seine Beobachtungsschärfe neu zu entdecken. Neben Romanen und Erzählungen hat David Foster Wallace immer auch Essays geschrieben, mal im Auftrag von Zeitschriften und Zeitungen, mal für Sammlungen. Zu den bekanntesten gehört sicherlich "Schrecklich amüsant - aber in Zukunft ohne mich", sein Text über die Reise auf einem Kreuzfahrtschiff, und "Das hier ist Wasser".
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 05.01.2019
Die faszinierte Rezensentin Angela Schader glaubt, dass diese gesammelten Essays von David Foster Wallace ihre Leser nicht nur für Tennis, den Lieblingssport des berühmten Autors, begeistern werden, selbst wenn sie sich überhaupt nicht für diesen Sport interessieren. Auch wartet der Band der Kritikerin zufolge mit einer solchen Flut an scharfsinnigen und verspielten Beobachtungen zu politischen Wahlkampagnen, Wissenschaften, der Literatur, der Entwicklung der Technologien und vielem mehr auf, dass man dem Autor nur hinterhertrauern könne, auch wenn es manchmal schwer sei, seinen intellektuellen Höhenflügen beizukommen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 12.10.2018
Arno Widmann entdeckt die schöpferische Technik von David Foster Wallace. Die hier versammelten Essays machen dem Rezensenten klar, wie sehr gerade das Werk dieses Autors dem Kampf mit dem Leben abgerungen ist. Ob es die Einladung zur Empathie ist, die Wallace in einer Rede an einem College aussprach, oder die Gedanken zum Werk von Jorge Luis Borges - stets spürt Widmann die in der Tiefe drohenden Kräfte unter der Oberfläche des Gedankens. Für Widmann sind das von einem Menschen gemachte Texte, keine Kleinigkeit.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 09.10.2018
Jens-Christian Rabe sucht die Versöhnung mit dem Narzissten David Foster Wallace in diesen Essays. Über die Unbill einer Kreuzfahrt zu schreiben, erscheint Rabe schon reichlich wohlfeil, sogar unter Berücksichtigung von Wallaces Erkrankung. Fündig wird der Rezensent schließlich bei der Genauigkeit, mit der Wallace Zeitgenössisches aus Kunst, Medien und Alltag seziert, aber auch bei dem schieren Irrwitz, mit dem der Autor die Fußnote feiert, oder der Langmut, mit der er sich selbst begutachtet, den hohen mit dem niederen Ton mischend. Geduld und Neugier als Rüstzeug empfiehlt Rabe dem Leser und kein gesteigertes Verlangen nach Ordnung und konventioneller Dramaturgie.
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