Nach dem Erfolg des "Kleinen Hypochonders" nimmt Dennis DiClaudio abermals alle Leiden mit einem Augenzwinkern an die Hand. In seinem neuen Werk widmet er sich den seltsamsten und aberwitzigsten seelischen Störungen, die man sich vorstellen kann - oder auch nicht. Angefangen beim Stendhal-Syndrom, von dem man spricht, wenn ein Mensch beim Betrachten von Gemälden seine Emotionen nicht mehr kontrollieren kann, über die Windigo-Psychose, bei der sich die Betroffenen in kannibalistische Monster verwandeln, bis hin zur manisch-zwanghaften Schreibwut, der Hypergraphie, lässt dieses Handbuch nichts von dem aus, was tief in unserer Psyche schlummert. Jede Krankheit wird mit ihren Symptomen, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten ausführlich dokumentiert. Klassische medizinische Zeichnungen und ein innerer Monolog, in dem die Psychosen sich selbst zu Wort melden, ergänzen die einzelnen Einträge.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.03.2008
Eingenommen zeigt sich Rezensentin Melanie Mühl von Dennis DiClaudios Buch "Der kleine Neurotiker". Sie schätzt den Autor als schonungslos schwarzhumorigen Spezialisten für seelische Störungen. Seine Darstellung von 45 teils merkwürdigen und absurden seelischen Störungen - wie das Capgras-Syndrom oder die Konfabulation - findet sie ebenso geistreich wie unterhaltsam. Zudem sieht sie in dem Buch ein Plädoyer für einen gelasseneren Umgang mit den eigenen Macken.
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