Herausgegeben von Peter Jahn, Florian Weiler und Daniel Ziemer. "Der rassenideologische Raub- und Vernichtungskrieg, dessen erklärter Zweck die 'Dezimierung der slawischen Bevölkerung um 30 Millionen' war, bediente sich einer weiteren Waffe: des Hungers. Sie erwies sich dort am brutalsten, wo es kein Entkommen gab: im eingeschlossenen Leningrad und in den Kriegsgefangenenlagern." Bundestagspräsident Norbert Lammert am 27. Januar 2014 im Deutschen Bundestag
Acht Beiträge ausgewiesener Historiker und ein Dokumentenanhang informieren über diesen Komplex nationalsozialistischer Verbrechen, über die Millionen Opfer und über die jahrzehntelang verweigerte Erinnerung in der deutschen Öffentlichkeit.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.01.2018
Wichtig findet Jost Dülffer den von Peter Jahn, Florian Weiler und Daniel Ziemer herausgegebenen Band mit Beiträgen zur NS-Lebensraum-Politik im Osten. Für Dülffer wird damit der Blick frei auf eine weniger bekannte Opferkategorie von Polen, Ukrainern, Russen und Völkern des ehemaligen Jugoslawiens. Die Vorträge im Band geben laut Rezensent einen guten und gut verständlichen Überblick über den Forschungsstand. Ob Ulrich Herbert den politischen Entscheidungsprozess auf deutscher Seite rekapituliert oder Wolfgang Wippermann die dahinter stehenden älteren Ideologeme sichtbar macht, stets fühlt sich Dülffer gut informiert. Zwei Beiträge zur bundesdeutschen Erinnerungskultur und ein Dokumentenanhang machen den Band für Dülffer für die politische Bildung unerlässlich.
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